MIRA 2019


Vom 14. bis 17. November 2019 fand das VI. MIRA-Filmfestival im autonomen Kulturzentrum Alte VHS in Bonn statt. Aus knapp 1000 Filmeinsendungen wurde ein Programm aus 46 Filmen verschiedener Genres zusammengestellt darunter Animationen, Dokumentationen, experimentelle Filme, Features, Shorts und Spielfilme.

Neben dem allgemeinen Festivalprogramm setzten wir bei MIRA 2019 den Schwerpunkt „zuhause | en casa | em casa“:

„Was bedeutet zuhause? Ist es der Ort, an dem wir wohnen? Der Ort, an dem wir uns wohlfühlen? Der Ort, wo unsere Familie ist? Oder unsere Freunde? Der Rückzugsort, an dem wir unsere Privatsphäre haben, wir selbst sein können? Unsere engsten Beziehungen – zu anderen Menschen, zu Orten oder Gewohnheiten – können uns Sicherheit und Halt geben. Sie können aber auch einschränken, fesseln, unterdrücken.

Unser Schwerpunkt thematisiert all diese Aspekte. Es geht um häusliche Beziehungen – im Alltag, in Partnerschaften, in Familien, zwischen Generationen, zwischen Orten und zwischen persönlichen Vorstellungen. Was sich zuhause abspielt, wird oft als privat verstanden und steht in Opposition zum öffentlichen und für alle sichtbaren Leben. Doch wenn man genauer hinschaut, erkennt man, dass sich zuhause die Gesellschaft spiegelt. Das Private ist auch politisch.“

Im Rahmen des sechsten MIRA Filmfestivals wurden 13 Filmblöcke präsentiert. Neben dem expliziten Schwerpunkt „zuhause“ ging es um Themen wie Migration, Identität, Umwelt, Indigenität, Gender und wirtschaftliche Entwicklung.

Den Auftakt des Festivals bildete am Donnerstag ein Filmblock mit sieben Kurzfilmen. Die feierliche Festivaleröffnung fand am Freitagabend statt. In zwei Sälen wurden die Eröffnungsfilme „Una banda de chicas“ (Dokumentation über Frauenbands in Argentinien) und „Si los meses siguen“ (Spielfilm zu den Themen Elternschaft und Beruf, Homosexualität, alternative Familienentwürfe) gezeigt. Die Hauptdarstellerin Daniela Estay stand im Anschluss für Diskussion und Fragen zur Verfügung. Mit peruanischem Fingerfood und Live-Musik nach den beiden Filmblöcken wurde noch Raum für ungezwungene Diskussionen, Austausch und Gespräche geboten.

Am Samstagabend präsentierte der Regisseur Sinhué Benavides seinen Dokumentarfilm „Por Ellos“, in dem Arbeitslosigkeit bei jungen Eltern in Mexiko thematisiert wird.

Ab Freitag wurde zudem die Video-Installation „Miradas Borrosas“ gezeigt, die sich mit der digitalen Erfassung von Orten über Google Maps in ländlichen Regionen in Lateinamerika auseinandersetzt.

An den folgenden beiden Festivaltagen wurden jeweils zwei Räume der Alten VHS gleichzeitig bespielt. Zum ersten Mal konnte für die 15-Uhr-Vorstellungen eine Kinderbetreuung angeboten werden, was auch Eltern eine Teilnahme am Festival ermöglichte. An beiden Tagen wechselten sich Kurzfilmblöcke und Langfilmblöcke ab. Insbesondere in den Pausen zwischen den einzelnen Filmblöcken war Zeit für Diskussionen. Den Abschluss des Festivals bildeten zwei Filmblöcke am Sonntagabend mitsamt gemütlichem Ausklang inklusive Snacks, Getränken und Gesprächen.

Filme
Um was geht es in den Filmen? Hier finden sich Bilder, Zusammenfassungen und Trailer

Programm
Das ganze Programm gibt es hier.

Broschüre
Zur Festivalbroschüre mit allen Infos zu Programm und Filmen im PDF-Format.

Impressionen


Material


Poster

Festivalflyer

Unterstützung


MIRA VI. wurde gefördert durch:

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