Programm

Programm

Auch für die fünfte Ausgabe des MIRA-Festivals haben wir versucht, eine vielfältige Auswahl an Dokus, Spielfilmen, Animationen und experimentellen Produktionen zusammenzustellen.  Mit über 800 Einsendungen hatten wir alle Hände voll zu tun und haben uns, nach zahlreichen Diskussionen und vielen schwierigen Entscheidungen, letztendlich für ein finales Festivalprogramm mit 41 Filmprojekten entschieden. Erneut gibt es sowohl Kurz- als auch Feature-Filme zu sehen und die inhaltliche Bandbreite reicht von skurrilen Kurzanimationen, über herzzerreißende Dokus bis hin zu surrealen Spielfilmen. Für alle Filmvorlieben ist also etwas dabei.

In diesem Jahr haben wir zum ersten Mal einen Schwerpunkt mit unserem Aufruf für Filmeinsendungen ausgerufen - ¡MIRA y Muévete! Protest und Protestbewegungen in Lateinamerika. Herausgekommen sind insgesamt vier Themenblöcke, welche unterschiedliche Aspekte lateinamerikanischer Proteste der Gegenwart porträtieren. Neben dem Thema Recht auf Stadt gibt es einen Blöcke zu Frauenkämpfen, Landrechten und den Kämpfen indigener Gruppen und zu Film als Medium des Protests.

 

Die Werkzeuge, die das Kino hat, um eine Wahrnehmung von Zeit und Raum zu vermitteln, erlauben eine Befragung zur Wahrnehmung (Lucrecia Martel)

 

Kino ist Bewegung und das Festival ein Fest. Aber auch ein Ort, an dem Bilder sich bewegen, wie die Projektion sich auf der Leinwand entfaltet.

Auch über Lateinamerika entstehen Bilder, die diskutiert, in Frage gestellt und debattiert werden müssen. Das unabhängige Kino lädt uns ein, die Realitäten und Widersprüche auf verschiedene Art und Weise kennenzulernen. Sei es durch Fiktion, Dokumentation oder Experiment. Mit Hilfe dieser Medien können Realitäten als Rekonstruktion von Erinnerung sowie als Geschichte einer Region verstanden werden. Es sind Aufzeichnungen, die es ermöglichen, Widerstandsräume gegen das Vergessen zu schaffen und Plattformen zu kreieren, auf denen Künstler*innen, Regisseur*innen und Kollektive ihre filmischen Werke ausdrücken können.

Migration, Gender, Nachhaltigkeit, Territorium, Stadt und Kino sind soziale Räume, in denen Proteste und Konflikte entstehen können, wenn Menschen keinen Platz zur Entfaltung finden. Es sind Phänomene, die alle Menschen betreffen, die in der Stadt, auf dem Land und in der Gesellschaft leben. Im Kino geht es darum, Bilder in Bewegung zu setzen, das Bestehende zu überdenken und unsere Wahrnehmung zu hinterfragen. Das Filmfestival MIRA V lädt daher ein, unsere Gegenwart zu reflektieren sowie Gedanken auszutauschen.